Warum Base-X ?


Lernen heißt sich etwas Fremdes anzueignen.

Leider ist das Fremde aber eben unbekannt und damit schwer einzuschätzen. 
Für unsere Schüler bedeutet das oft Unsicherheit, z. B. über 

- den Inhalt („...habe ich auch richtig mitgeschrieben? Stimmt meine Hausaufgabe?“), 
- die Bedeutung („.... ist das wichtig?“), 
- den Umfang und die Tiefe (...“muss ich das alles für die Schulaufgabe wissen?“) und 
- die Sicherheit („.... kann ich auch wirklich alles?“).

Sicherheit fördert erfolgreiches Lernen.

Wesentlich für den Lernfortschritt ist daher eine nachvollziehbare Rückmeldung über den Lernerfolg und den Lernfortschritt. 


Je unmittelbarer diese Rückmeldung erfolgt, umso positiver wirkt sie sich auf die Lernmotivation aus: Der Lernende erkennt das Ergebnis seines Tuns – selbst wenn die Ergebnisse vielleicht nicht immer befriedigend sein mögen. Seine Arbeit wird gewürdigt. 

Und: Auch negative Ergebnisse können als Herausforderung und nicht als Versagen gewertet werden: Die Motivation nicht gekonnten Stoff doch noch zu bewältigen steigt.

Der Lernende muss wissen, was er kann.

Ein Problem liegt auch darin, dass der Lernende den Wert des Lernstoffs falsch einschätzt. Für ihn sind unbekannte Informationen oft erst einmal gleichwertig. 
Überspitzt ausgedrückt: Für den „Streber“ ist alles gleich wertvoll, für den „Faulen“ alles gleich wertlos. Daher sollte ein fundierter Bewertungsvorschlag angeboten werden.

Die Informationen sollten bewertet werden.

Oft geht Gelerntes auch aus rein zeitlichen Gründen verloren. Der Stoff wird nur kurz behalten und verblasst im Zeitablauf immer mehr. Man vergisst.
Es ist seit langem bekannt, dass es aber Rhythmen gibt, innerhalb denen Informationen wiederholt werden sollten, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Werden Lerninhalte innerhalb dieser Zeitspannen wiederholt, bleiben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit im Gedächtnis haften. 

Warum ist das so? 

Unser Gehirn filtert die Masse der einströmenden Informationen. Es bewertet, ob diese von Bedeutung sind. Also müssen Lerninhalte, die diese Schranke passieren sollen im Wortsinne „bemerkenswert“ und langfristig „merkwürdig“ sein. Sie müssen also für den Lernenden eine aktuelle Bedeutung haben:

· Die Information selbst ist interessant oder sie eröffnet Handlungs- oder Erklärungsmöglichkeiten. (So dürften Informationen zur Aktienbörse für einen Anleger von hohem Interesse sein.)
· Die Information kann in absehbarer Zeit Bedeutung erlangen (etwa für einen Prüfungskandidaten, der erfährt, dass bestimmte Fragen in der Vergangenheit häufig in der Prüfung gestellt wurden).
· Die Information baut nachvollziehbar auf Bekanntem auf oder kann problemlos erschlossen werden (aktueller Unterrichtsstoff, erst kürzlich behandelte ähnliche Fragestellungen). Die Information kann dann selbst eingeordnet und mit Sinn versehen werden.

Interessante und praxisnahe Inhalte lassen sich besser merken.

Gerade im Fall des Fachs Betriebswirtschaft spielt die Bewältigung der Stoffmenge eine große Rolle. 
Der Lernstoff ist umfangreich und vielschichtig. Hier ist es nötig die Lerneinheiten so zu gestalten, dass sie allein schon vom Umfang her bewältigt werden können.
Im Zweifel ist eher auf Inhalte zu verzichten, die weniger Erfolg versprechen, als große Mengen mit der gleichen Energie zu bearbeiten. Das Gefühl die Aufgabe prinzipiell bewältigen zu können darf nicht verloren gehen.

Der Stoff muss für den Einzelnen zu bewältigen sein.